Beziehungen und Bindungen

Durch Beziehungen entstehen Bindungen!


Menschen befinden sich nach der Zeugung in einer ständigen Beziehung zu anderen Menschen. Angefangen von der Mutter-Kind-Beziehung über Vater/ Geschwister/ Partner/ Verwandte/ Freunde/ Bekannte/ Lehrer/ Ausbilder/ Vorgesetzte/ Kollegen/ bilden sich auch Beziehungen zu Tieren, Gegenständen und Orten.

Letzlich ist aber die Beziehung zu sich selbst die wichtigste von allen, die aber bewußt bei den wenigsten Menschen wahrgenommen wird.

Jede Beziehung hat einen Einfluß auf unser Verhalten nach innen und außen.

Beziehungsentstehung:

Der heranwachsende Säugling baut als erstes eine Beziehung zur Mutter und nach der Geburt im Normalfall zu den Eltern auf. Diese Urbeziehung ist die stärkste aller Beziehungen und die prägendste.

Denn von Mutter und Vater kommen die ersten Gefühls- und emotionalen Zuwendungen.. Im weiteren Nahrung, Schutz, Fürsorge, Anleitung und Führung.

Das Bindungsverhalten entwickelt sich in den drei ersten Lebensjahren, wobei die stärkste Prägung in den ersten sechs Monaten stattfindet.

Das idividuelle Beziehungsverhalten eines Kindes entsteht durch die Anpassung und das Kopieren des Verhaltens der zur Verfügung stehenden Menschen. Das Kind ordnet sich den Beziehungspersonen unter.

Die Erfahrungen, die das Kind dabei macht, und die sich dabei in den ersten Lebensjahren festigen, bestimmen das Beziehungsverhalten, welches im weiteren Leben weitgehendst konstant bleibt, sofern die wichtigsten Bezugspersonen in der Kindheit und Jugend gleich bleiben, was meistens der Fall ist. Im Erwachsenenalter wird dieses Verhalten beibehalten und durch ständigen „Gebrauch“ gefestigt und zu den Persönlichkeitsmerkmalen eines jeden Individuums.

Das Verhalten der Bezugsperson und die dadurch gemachten Erfahrungen bestimmen maßgebend unser Beziehungs- und Bindungsverhalten. Dieses erlernte Verhalten kann im Umgang mit anderen Menschen (Arbeitswelt!) hinderlich oder förderlich sein. Haben wir eine gesunde, gute Eigenliebe und fundiertes Selbstvertrauen mit auf den Lebensweg bekommen oder eher hemmende, einschränkende und blockierende Verhaltensweisen, wenig Eigenliebe und Selbstvertrauen oder Selbstsicherheit. Sind wir häufig mit Ängsten, Zurückweisungen, Erniedrigungen oder mit aufbauender Liebe, Zuneigung, Vertrauen und einer Stärkung unserer Persönlichkeit aufgewachsen. Die Qualtiät unserer Bindungen ist für unser späteres Verhalten im Erwachsenenleben von größter Bedeutung. Wir spiegeln all unsere Erfahrungen im Verhalten zur Außenwelt im Privatleben und im Berufsleben wider.

Jeder, der ehrlich, selbstkritisch sein eigenes Verhalten zu sich selbst und anderen beobachtet,  kann spüren, von welch eigener Qualität sein Verhalten geprägt ist. Ein jeder sollte sich die ehrliche Frage stellen: „Ist mein Verhalten zu mir selbst und meinen Mitmenschen in Ordnung? Wo bedarf es einer Veränderung?“.

Haben wir erkannt, dass eine Veränderung wünschenswert ist, stellt sich die Frage, wo setze ich zur Veränderung an.

Auf der rein rationalen bewußten Ebene ist dies kaum möglich. Da unser Beziehungs- und Bindungsverhalten tief in unserem Unterbewußtsein verankert ist und unser Verhalten bestimmt. Erst wenn wir die Ursache unseres Verhaltens erkennen, können wir uns davon befreien.

Erkennen – Lösen – Wandeln zu kreativem Potenzial